1921 – als alles begann! Im Herzen von Tokyo hat der Großvater von Hirokazu Mizutani, Yorigi Mizutani, als gelernter Friseur eine kleine Werkstadt errichtet, um dort Friseurscheren herzustellen. Ihm war einfach nicht gut genug, was es damals auf dem Markt zu kaufen gab. Anfänglich hat er diese für sich selbst hergestellt. Schnell aber entstand aus dieser Produktionsstätte eine kleine aber feine Scherenschmiede. „Mizutani scissors“ war geboren! Später übergab der Großvater die Firma an seinen Sohn Motokazu Mizutani. Dieser hat sich dann bald wegen der großen Nachfrage und der Übermacht größerer Firmen dazu überreden lassen,
als Vorproduzent für andere Firmen zu arbeiten. Somit konnte er sich zwar ganz und gar auf die Scheren und deren Qualität konzentrieren, hatte aber bald den Kontakt zu Friseuren gänzlich verloren. Der Druck der Abnehmer wurde immer größer. Dadurch verlor er nach und nach seine Eigenständigkeit als Scherenhersteller und wurde Zulieferer anderer – was ihm später fast zum Verhängnis wurde. Da entdeckte sein ältester Sohn Hirokazu sein Interesse an dem Handwerksbetrieb seines Vaters. Schon von klein auf war er mit der Produktionsstätte vertraut – hier war sein Spielplatz.
Dieses Interesse wuchs von Tag zu Tag. Im Alter von 39 Jahren übernahm Hirokazu die Firma seines Vaters unter einer einzigen Bedingung: er wollte seine Produkte auch selbst an die Friseure verkaufen! Sein Hunger nach Design und Qualität war groß. Schnell wurde aus der kleinen Firma eine Scherenproduktion, die sich in Japan einen Namen für Qualitätsscheren gemacht hat. Drei Jahre später – 2001 – kamen wir ins Spiel. Ein gemeinsamer Freund aus Tokyo machte uns auf Hirokazu aufmerksam. In Japan wurden zu diesem Zeitpunkt seine Friseurscheren bereits als Geheimtipp gehandelt.

Exklusive
Handarbeit

Japanischer
Stahl

Qualitäts-
sicherung

Traditions-
unternehmen

Unser Freund besuchte uns gemeinsam mit Hirokazu in Baden-Baden für eine Präsentation seiner Scheren. Auffallend war, dass die Scheren ohne Markennamen verkauft wurden. Auf unsere Verwunderung reagierte Hirokazu mit „Wozu eine Marke? Es reicht doch, dass unsere Scheren gut sind!“ Das wäre in etwa so, als würde D&G seine Jeans ohne Logo verkaufen oder Louis Vuitton auf sein „LV“ verzichten! Undenkbar! Weiterhin fiel auf, dass die Scheren aufgrund ihrer Proportionen für den Europäischen Markt nicht geeignet waren. Die Schneideblätter waren zu lang, die Augen zu klein. Der Grund dafür ist, dass Japaner anders schneiden. Unser Interesse war geweckt und Hirokazu wollte alles wissen. Von nun an wurde unablässig kommuniziert. Wir kannten den Friseurmarkt in Europa gut und wussten, was gefragt ist, schließlich konnten wir auf 15 Jahre
Erfahrung mit japanischen Friseurscheren zurückblicken. Mit Hilfe von vielen Friseuren aus Deutschland, wie z.B. Thorsten Hussfeld, Peter Hartmann, Christian Sieferlinger, Olaf Krebs, Klaus Späth, Marco Budzinski, K.D. Kaiser u.v.m wurde getestet, geprüft, beurteilt und bemängelt. Jede auch noch so kleine Anmerkung wurde ernst genommen. Der unseren Anforderungen entsprechende Stahl wurde gesucht und gefunden, zukunftsweisendes Design hinzugefügt. Selbst der Wunsch meiner Frau nach einer Schere aus edlem gerolltem Damaszener Stahl wurde erfüllt. Die Scheren von Mizutani waren jetzt bereit für den deutschen Markt. Die nächsten Jahre waren geprägt von steter Innovation. Jede Herausforderung, vor die wir Hirokazu stellten, meisterte er mit Bravur. Mittlerweile hatte Mizutani in Japan viele Industrie­preise für Qualität und Design erhalten.
In Deutschland standen wir zwar noch am Anfang, doch haben wir stets quer gedacht und unsere Arbeit hinterfragt. Es war also nur eine Frage der Zeit, bis man auch hierzulande auf Mizutani Scheren aufmerksam wurde. 2011 war es dann soweit. Eine Kollektion voller kreativer und innovativer Scheren machte sich auf den Weg, den Weltmarkt der Friseurscheren zu revolutionieren. Der Dank der Friseure in Deutschland war überwältigend und brachte unsere Schere beim Salonstar 2011 auf den 1. Platz. Dass dieser Sieg berechtigt war, bestätigte der erneute 1. Platz im Folgejahr 2012. Alle Erwartungen von Hirokazu und uns wurden übertroffen. Nun ist es an der Zeit, all jenen Friseuren zu danken, die Mizutani zum Salonstar gemacht haben.
Danke! Eure Edina und Michael Peterli, sowie Hirokazu Mizutani